Wie bekommt man viele Likes und lohnt sich das überhaupt?

Mit Sicherheit mehr Likes!?

Suchst du im Netz Tipps, wie du mehr Likes und Follower:innen bekommst, wirst du Unmengen an Suchtreffern haben. Ob für Instagram, TikTok oder YouTube, viele sagen dir, was du tun kannst. Und die Faulen finden viele Angebote, um Likes zu kaufen. Aber lohnt sich das?

Vergiss die Zahlen

Natürlich fühlt es sich gut an, wenn dein neuster Post oder Kommentar Hunderte von Likes bekommt. So ein Feedback tut echt gut, aber den reinen Zahlen solltest du nicht trauen.  

Ist dein Account öffentlich, können auch unangemeldete Nutzer:innen deinen Content sehen. Nur können sie ihn nicht liken, selbst wenn sie deinen Beitrag mögen. Außerdem gibt es sehr viele Nutzer:innen, die nie oder nur selten auf Inhalte reagieren. Likes und die Anzahl der Follower:innen zeigen also nicht zuverlässig, ob deine Inhalte gut ankommen.  

Dazu kommt, je mehr Reichweite du hast, desto wahrscheinlicher bekommst du auch abwertende oder belästigende Kommentare und Nachrichten oder Dislikes. Auch wenn du sowas löschst und Leute blockierst, kann das ganz schön belastend sein und lässt dich vielleicht an dir selbst zweifeln. Lass dir beim Moderieren helfen und sprich mit jemandem, dem du vertraust, über deine Erlebnisse.

Influencer:innen sind darauf angewiesen, viele Follower:innen und Likes zu haben. Einige berichten aber mittlerweile von einem Druck, immer mehr positives Feedback zu bekommen.
Instagram bietet deshalb z. B. die Möglichkeit die „Gefällt mir“-Angaben auszublenden, dann werden dir Likes in deinem Feed nicht mehr angezeigt. Für deine eigenen Posts kannst du sie gesondert ausblenden lassen. Das kann helfen, unnötige Konkurrenz zu vermeiden und Erfolgsdruck verhindern.

Was bringen Hashtag-Tricks?

Den Tipp, dass man mit Hashtags schnell Abonnent:innen und Likes bekommen kann, liest du immer wieder. Dabei solltest du ein paar Dinge beachten.

Hashtags zu verwenden, nur weil sie gerade trenden, wird wahrscheinlich nicht den gewünschten Effekt haben. Wählst du Hashtags, die nicht zu deinem Beitrag passen, wird es kaum positive Reaktionen geben. Die Leute erwarten einfach etwas anderes. Für Hater kann das sogar eine Steilvorlage sein, dir ein paar fiese Kommentare zu hinterlassen.

Mit Hashtags wie #likeforlike (#l4l) oder #followforfollow (#f4f) soll man schnell viele Nutzer:innen erreichen können. Den Trick kennen auch Betreiber:innen von Bot-Netzwerken. Die nutzen solchen Hashtags gerne, um ihre Bots wie echte Nutzer:innen aussehen zu lassen. Mit etwas Pech werden deine Posts also von Bots gelikt. Werden die Bots gelöscht, verschwinden die Likes wieder.

Und es gibt natürlich noch Hashtags, die eher zweideutig verwendet werden. Sei also vorsichtig, damit deine Beiträge nicht in ungewünschten Kontexten landen.

  Tipp: Wähle einen #, der zu dir und deinen Posts passt. Dann erreichst du die Leute, die sich für dieselben Sachen interessieren.

Fake it till you make it?

Profis wissen, dass die reine Menge an Likes wenig aussagt. Trotzdem versuchen einige immer wieder, über diese erfolgreicher zu wirken als sie wirklich sind. Schaut man genauer hin, fällt auf, dass Accounts, die plötzlich viele Likes bekommen, selten von echten Profilen gelikt werden.

Dahinter stecken oft Bots oder Fake-Accounts, die Beiträgen oder Accounts künstliche Beliebtheit verschaffen. Im Netz gibt es zahlreiche Angebote zum Kaufen von Likes und Follower:innen. Manche sind seriöse Anbieter, andere versuchen damit schnelles Geld zu verdienen. Klar ist aber auch: Wer Likes kauft, entscheidet sich fürs Faken.

Mach dein eigenes Ding

Schaust du dir erfolgreiche Accounts genauer an, wirst du feststellen, dass sie alle eins gemeinsam haben: Jede:r hat sich auf ein Thema spezialisiert. Sie zeigen, was sie selbst interessiert.

Accounts, die nur versuchen erfolgreiche Beiträge zu kopieren, gehen häufig in der Masse unter. Manche dieser Versuche sind sogar so krampfhaft, dass sie zu Memes werden oder in den Kommentaren verspottet werden.

Trends und Challenges solltest du nicht bloß für Klicks mitmachen. Es gibt immer wieder welche, mit denen du dich oder andere in Gefahr bringen kannst oder wo andere lächerlich gemacht werden. Sowas ist alles andere als cool.

Denk bei deinen Inhalten dran, dass sie:

  • nicht auf Kosten anderer gehen,
  • nichts beinhalten, was andere ängstigen oder verstören kann,
  • andere nicht ohne deren Zustimmung zeigen,
  • keine Inhalte anderer ohne zu fragen verwenden,
  • keine Informationen weiterverbreiten, deren Quelle du nicht geprüft hast.

Lass dich von anderen nicht beeinflussen, bleib dir selbst treu und finde deinen eigenen Stil. Der reine Blick auf die Anzahl der Likes und Abos kann dazu verleiten etwas zu posten, was du eigentlich nicht möchtest und später bereust.

Nicht jede:r kommt in Social Media groß raus und wird ein “Star”. Und das ist gar nicht schlimm.
Denn die erfolgreichen Accounts sind oft mehr als nur die Personen vor der Kamera. Viele haben ein Team von Spezialist:innen hinter sich, die sich um Fotos und Bildbearbeitung, Videos und Schnitt kümmern.
Wenn du nicht gerne im Rampenlicht stehst, bist du ja vielleicht eins der kreativen Genies im Hintergrund?